"Bänker: Bankenkrise"

Früher gab es Bankkaufleute, heute gibt es nur noch "Bänker".
Das sind unvorsichtige dummdreiste Zocker aus der Yuppie-
Generation der sog. Spiel- und Spaßgesellschaft¹, die meinen,
ihnen würde alles gelingen.² Dabei sind sie so dumm, daß sie
auf die schlechten Immobilien-Kreditderivate der Amerikaner
hereingefallen sind. Bestimmte amerikanische Finanzinstitute haben
ihren Reibach bei den doofen Deutschen gemacht, die ihnen diese
Papiere abkauften.

Nachdem sehr viele amerikanische Häuslebauer und Häuslekäufer,
die sich einkommensmäßig eigentlich gar kein eigenes Haus leisten
konnten, Zinsen und Abtrag ihrer Grundstückskredite (sogenannte
subprime mortgages, also zweitklassige Hypotheken = Kredite
an Kreditnehmer mit geringer Bonität) nicht mehr bezahlen
konnten (man hatte sie vorher mit sehr niedrigen variablen Anfangs-
zinsen in diese Schuldenfalle gelockt!), wurden die aus der Zusammen-
fasssung von Massen von Grundstückskrediten abgeleiteten
und verbrieften Immobilien-Kreditderivate faul, d.h. diese Wert-
papiere verloren übermäßig an Wert
. Mitbestimmend für den Wert-
verfall war, daß die Höhe der Beleihungen der Immobilien der amerika-
nischen Kreditkunden teilweise unangemessen hoch gewesen war, bis
zu 140 Prozent des Immobilienwertes und daß die Wiederverkaufswerte
von Häusern sanken wegen gesunkener Nachfrage nach Häusern.

Also hatten amerikanische Kreditinstitute in starkem Maße leichtsinnig
Immobilienkredite vergeben, aber diese Risiken ja klugerweise gebündelt
in Wertpapieren, nämlich den besagten Kreditderivaten* weiterverkauft
an unvorsichtige gewinngierige europäische Bankmanger.
(* ein Derivat ist etwas, das aus einem anderen abgeleitet ist!)

Da deutsche Banken viele dieser Immobilien-Kreditderivate gekauft
hatten, der erwartete große Zinsenstrom aus diesen Wertpapieren versiegte
und diese kaum noch etwas wert waren und sich nicht mehr durch
Weiterverkauf zu Geld machen liessen, sie andererseits teilweise sogar
zu Ausgleichszahlungen an die amerikanischen Institute verpflichtet waren
für deren Verluste aus der Bonitätsverschlechterung ihrer Hypotheken-
kunden(= amerik. Häuslekäufer, die sich finanziell übernommen hatten)
erlitten die betreffenden deutschen Banken immense Verluste.

Wer aber zahlt die Zeche für die unfähigen Bank-Yuppies,
denen Gewinngier und Spielsucht das Gehirn vernebelt haben?
Natürlich der deutsche Steuerzahler: der Bund schenkt den
"Bänkern" der privaten IKB (" IKB Deutsche Industriebank AG")
jetzt(März 2008) wieder wenigstens 1,2 Milliarden Euro
, damit sie nicht
Pleite gehen.
(Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange). 

Über die staatliche "Kreditanstalt für Wiederaufbau"
hat der Bund schon gezahlt zur Stützung der IKB:
am 1.8. und 27.11.2007 zusammen 4,8 Mrd. Euro und am 29.11.07
150 Millionen Euro, hinzu kamen jetzt am 13. Januar 2008 nochmal
1 Mrd. Euro vom Bund. Und das soll noch weiter gehen.
Am 20. März 2008 erhielten die nichtswürdigen Pleite-"Bänker" von der
staatlichen "Kreditanstalt für Wiederaufbau" schon wieder 400 Millionen
Euro aus Steuermitteln.

Letzte vorliegende Zahlen(Stand Mitte April 2008):  Die staatliche
Kreditanstalt für Wiederaufbau hat mittlerweile 7,2 Milliarden Euro
aus Staatsmitteln(überwiegend also aus unseren Steuern) den unfähigen
Bankerten der IKB übereignet, damit die Bank nicht pleite geht!
(s. "Der Spiegel" Nr. 16, v. 14.4.08, Seite 99)

Diese Voraussage vom 20.3. 08 war also richtig, wurde sogar übertroffen:
Daher haben die Zocker-"Bänker" der IKB bislang bald 7 Mrd.
Euro aus unseren Steuermitteln vom Bund erhalten
(wenigsten 6.350.000.000 Euro!).
Die Summe wird sich auf
8,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln erhöhen, wurde sogar
am 20.3.08
geschätzt!


Die Amerikaner lachen sich einen ins Fäustchen, wie sie
die dummen unvorsichtigen Deutschen von der IKB-Bank,
der Sächsischen Landesbank, der Westdeutschen Landesbank,
der Bayerischen Landesbank usw., hereingelegt haben
Für die "Bänkerte" dieser landeseigenen Banken haben auch die
betreffenden Länder: Sachsen, NRW und Bayern schon viele
Milliarden aus den Steuermitteln der Länder an die Banken
überwiesen! 
Die Verluste der Landesbanken muß man also noch
zu den Verlusten der überwiegend bundeseigenen "Kreditanstalt
für Wiederaufbau" hinzurechnen um die Belastung der Steuer-
haushalte zu erhalten. Dieses Geld fällt bei Bund und Ländern
also für andere  -  z.B. soziale  -  Zwecke aus. Nur für die Diäten-
erhöhung für die Bundestagsabgeordneten reicht es immer noch.


Die törichten "Bänker" der jüngeren Generation¹ denken
eben, alles
Gute kommt aus Amerika, sie sind zu amerika-
hörig.
Dabei war selbst der Marshall-Plan kein gütiges selbst-
loses Geschenk an die Europäer, sondern beruhte auf einem Plan
des amerikanischen Geheimdienstes, Europa als Bollwerk gegen
den Kommunismus zu gewinnen. Nachdem der nun ausgeschaltet ist,
ist es der einzige Wunsch der Amerikaner, in Deutschland tüchtig
abzusahnen. Das ist ihnen mit ihren Finanzmanövern wunderbar
gelungen.

Bei der IKB-Bank sitzt im Aufsichtsrat ein Vertreter des
Bundesfinanzministeriums nämlich
Jörg Asmussen,
Leiter der Abteilung VII, Bundesministerium der Finanzen, Berlin.
Also hat die Staatsaufsicht durch den verantwortlichen
Bundesfinanzminister Steinbrück(SPD)
versagt.


An den genannten Landesbanken sind die betreffenden Länder
mehrheitlich beteiligt, auch diese haben also ihre Aufsichtspflicht
massiv verletzt.

Insgesamt haben bestimmte amerikanische Finanzkreise also
durch ihren finanziellen Coup, nämlich durch den Verkauf der
schlechten Immobilien-Kreditderivate, in Deutschland viele
Milliarden Euro abgesahnt.

Und das in Deutschland abgesahnte Geld wird hier aus den Steuern
des deutschen Volkes ersetzt.

Die unfähigen "Bänkerte" werden nicht einmal bestraft für ihren
Leichtsinn. Sie reden sich damit heraus, sie hätten die Entwicklung
in den USA nicht vorausehen können.

Und die amerikanischen Geldhaie hocken jetzt auf irgendwelchen
Bermuda-Inseln und lachen sich einen ins Fäustchen über ihre
gelungenen so sehr lukrativen Geldmanöver. Ich möchte die
Gesichter dieser Leute einmal sehen!
__________
 ¹ Die verantwortlichen Vorstandspersonen der IKB stammen alle
     aus den Geburtsjahrgängen um 1960!
 ² Einen ähnlichen Vorgang der Fehlspekulation hatten wir vor
    einigen Jahren mit den sog. dot.com-Pleiten, wo dann die
    Seifenblase der aufgeblähten Aktienwerte von Computer-
    Firmen platzte.


                                              F. Eix / 15.2.2008,
                                              aktualisiert am 20.3.08
                                              und am 20.5.08
                                                                    

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