Leserbrief vom 22. Juni 2005 in der "Schaumburger Zeitung", Rinteln :

Schaumburger Interessen: Kalt lächelnd abserviert !

Sein Grinsen wie ein Honigkuchenpferd ist bekannt, man kennt auch sein winterliches Eisbad in der Obernkirchener
Badeanstalt,  von dem man nicht weiß, ob man es spaßig oder für einen höchsten Verwaltungsbeamten lächerlich finden soll.
Man hat kürzlich bemerkt, dass er in geradezu beschämender Weise beim Minister mit einer vorgetäuschten “Schaumburger
Identität” antichambrierte,  der aber nicht auf diese Floskel hereinfiel und ihn kalt abblitzen ließ.

Sein sogenanntes Schaumburger Identitätsgefühl reicht offenbar allenfalls bis Obernkirchen, vielleicht bis zu einer Linie
Bückeberge - Harrl. Jedenfalls ist ihm der südliche Teil des Landkreises, das Wesertal, gleichgültig, denn er lässt seine
Kreisverwaltung eine Vorlage ausarbeiten, die zwar mit fadenscheinigen Rechtsgründen, aber mit hartem Durchsetzungswillen
eine weitere Zerstörung der Weserberge befürwortet, gegen den Willen der Menschen im Wesertal.

Dabei hatte er früher versprochen, den Willen der Menschen im Wesertal zu achten, nun versucht er diktatorisch in
Gutsherrenmanier in das Wesertal hineinzuregieren; ich nenne ihn daher jetzt den Schaumburger Täusche-Heinz,
hinter dessen ewigem Lächeln sich ein Quantum Gefühlskälte verbirgt.

Sein “Amt für Naturschutz”, alias “Untere Naturschutzbehörde”, mit seiner federführenden Gehilfin im Dezernat 4,
der Beamtin Krahtz, ist in Wirklichkeit eine Naturzerstörungsbehörde. Oder soll man sie umweltmässige Kleinkrämer nennen?
Denn im Kleinen sind diese Beamten groß, sie lassen historische Wehre in der Aue bei Buchholz usw. abreissen, damit die
achso geliebten und nicht vorhandenen Lachse und Bachkrebse freie Fahrt haben.

Aber im Grossen sind sie wild entschlossene Zerstörer, wollen sie doch die Hügellandschaft des Möllenbecker Waldes
beseitigen lassen. Dieser Landkreis Schaumburg, der sogar von uns seinen Namen ursurpiert hat, behandelt die Menschen
im Wesertal in kältester bürokratischer Weise. Ich meine daher, der Raum Rinteln sollte versuchen, sich abzuspalten und
sich dem Landkreis Hameln-Pyrmont anvertrauen. Vielleicht gehen die kulanter mit uns um, selbst das Hamelner Finanzamt
tat es seinerzeit.
                                                                                                                                           
Dipl. - Volkswirt F. Eix, Rinteln